Politik : Ex-Regierungschef der Slowakei bestochen?

Auch der frühere slowakische Ministerpräsident Vladimir Meciar soll in den Skandal um Spenden und Schmiergeldgeschäfte deutscher Müllunternehmen verwickelt sein. Als "Herr M." tauche der Politiker wiederholt in den Unterlagen auf, die bei der Schweizer Briefkastenfirma Mewes AG im Dezember 1998 in Duisburg und Zürich beschlagnahmt worden waren, schreibt das Schweizer Wirtschaftsmagazin "Cash". Verdächtigt werde auch die Müllanlagenbaufirma Asea Brown Boveri (ABB). Nach den Untersuchungen sei klar, dass es sich um den ehemaligen Regierungschef der Slowakei handle, schrieb das Magazin.

Die Mewes AG werde "auf der inoffiziellen und persönlichen Linie aktiv, um zu erreichen, dass M. das Angebot von ABB befürwortet und unterstützt", zitierte das Magazin aus den Projektordnern. Genaue Summen nennt das Magazin nicht. Meciar war zwischen 1994 und 1998 Regierungschef in der Slowakei. Nach "Cash"-Recherchen flossen Mewes-Schmiergelder als "Beratungshonorare" bar oder über Konten in der Schweiz und in Zypern. Spezialisiert war die Mewes AG laut Magazin für die Beschaffung von Aufträgen in Kasachstan, Usbekistan, Bulgarien, Tschechien und der Slowakei.

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