Politik : Ex-Vizepräsident der Vergewaltigung angeklagt

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Kapstadt - Der im Juni aus seinem Amt als südafrikanischer Vizepräsident entlassene Jacob Zuma wird für den am Kap regierenden Afrikanischen Nationalkongress (ANC) immer mehr zur Belastung. Nachdem Zuma bereits vor einigen Wochen wegen Korruption in einem Waffengeschäft offiziell angeklagt worden war, ist am Dienstag eine noch schwerwiegendere Anklage hinzugekommen. Demnach soll Zuma vor einem Monat die 31-jährige Tochter eines im Exil gestorbenen Weggefährten aus den Tagen des Widerstandskampfes in seinem Johannesburger Wohnhaus vergewaltigt haben. Beide Anklagepunkte werden von Zuma dementiert. Der 63-Jährige hat jedoch eingeräumt, mit der Frau Sexualverkehr gehabt zu habe. Dies sei im gegenseitigen Einverständnis geschehen. Zuma war am frühen Dienstag noch vor der offiziellen Öffnungszeit in einem Johannesburger Magistratsgericht erschienen und wenig später gegen eine Kaution von 20 000 Rand, rund 2500 Euro, auf freien Fuß gesetzt worden. Er muss am 13. Februar erneut vor dem Gericht erscheinen. Allgemein wird damit gerechnet, dass sein Fall dann an das Obergericht in Johannesburg verwiesen wird. wdr

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