Experte für Außenpolitik der USA : Früherer Sicherheitsberater Brzezinski gestorben

Zbigniew Brzezinski beriet Jimmy Carter während der Geiselnahme in der US-Botschaft im Iran und der sowjetischen Invasion in Afghanistan. Jetzt ist er im Alter von 89 Jahren gestorben.

Der frühere Sicherheitsberater von Jimmy Carter, Zbigniew Brzezinski, ist tot. (Archiv)
Der frühere Sicherheitsberater von Jimmy Carter, Zbigniew Brzezinski, ist tot. (Archiv)Foto: Reuters/Jim Young

Der Berater des früheren US-Präsidenten Jimmy Carter, Zbigniew Brzezinski, ist tot. Er starb im Alter von 89 Jahren in Falls Church im US-Bundesstaat Virginia, wie seine Tochter am Freitagabend mitteilte. Der polnischstämmige Politologe galt als wichtiger Experte für die Außenpolitik der USA.

Bekannt wurde Brzezinski als Sicherheitsberater Carters von 1977 bis 1981. In diese Zeit fiel die sowjetische Invasion in Afghanistan und die Geiselnahme in der US-Botschaft im Iran 1979. Die misslungene Befreiung der mehr als 50 US-Diplomaten kostete Carter die Wiederwahl, Brzezinski trat danach zurück. Später veröffentlichte der Politologe Studien zur strategischen Rolle der USA. 1997 erschien "Die einzige Weltmacht". In dem Buch vertritt er die These, nach dem Zerfall der Sowjetunion müssten die Vereinigten Staaten ihre Vorherrschaft in Europa und Asien sichern. (mm, AFP, dpa)

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

10 Kommentare

Neuester Kommentar