Explosionen in Russland : "Schwarze Witwe" soll Terror-Anschlag in Wolgograd verübt haben

Bei einer heftigen Bus-Explosion im russischen Wolgograd hat es mehrere Tote und Verletzte gegeben. Die Behörden sprechen von einem Terroranschlag. Eine tschetschenische Selbstmordattentäterin könnte dahinter stecken.

Der ausgebrannte Bus auf einer Straße in Wolgograd
Der ausgebrannte Bus auf einer Straße in Wolgograd - viele Menschen wurden bei dem Anschlag verletztFoto: dpa

Bei der schweren Busexplosion in der russischen Stadt Wolgograd handelt es sich nach Angaben von Ermittlern um einen Terroranschlag. Eine "Schwarze Witwe", eine tschetschenische Selbstmordattentäterin, habe das Attentat verübt, teilten Ermittler der Agentur Interfax zufolge mit.

Medien schrieben von mehr als zehn Toten. Mehr als 30 Passagiere seien verletzt worden. Am Ort der Detonation seien Teile eines Sprengsatzes gefunden worden, meldete die Staatsagentur Ria Nowosti unter Berufung auf Ermittler. Experten des Inlandsgeheimdienstes FSB riegelten die Stelle ab. Die Hintergründe der Detonation in der Wolgametropole, dem früheren Stalingrad, waren jedoch unklar.

In Russland kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Anschlägen mit Toten und Verletzten. Islamisten aus dem Nordkaukasus, die eine Unabhängigkeit von Moskau anstreben, hatten zuletzt Gewalt angedroht, um die Olympischen Winterspiele in der Stadt Sotschi 2014 zu verhindern. Wolgograd galt bisher allerdings nicht als Ziel für Anschläge.

In der Vergangenheit kam es bisweilen auch zu solchen schweren Zwischenfällen, weil Passagiere illegal Handgranaten oder ähnliche Sprengsätze bei sich führten, die beim Transport explodierten. Das Zivilschutzministerium veröffentlichte ein Bild des Busses mit heraus gesprengten Türen und Fenstern. Dort war zunächst noch die Rede von 5 Toten und 23 Verletzten. (dpa)

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