• Expo 2000: Eichel fürchtet Mehrkosten für den Steuerzahler - Bei Besucherdefizit zahlt der Bund zu

Politik : Expo 2000: Eichel fürchtet Mehrkosten für den Steuerzahler - Bei Besucherdefizit zahlt der Bund zu

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Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) befürchtet Mehrkosten der Weltausstellung (Expo) in Hannover für den Steuerzahler. Auf die Frage, ob die Expo den Steuerzahler noch eine Menge Geld kosten könne, sagte Eichel am Mittwochabend im ZDF: "Das gehört zu meinen heimlichen Befürchtungen." Nach Presseberichten zieht die Weltausstellung weniger Besucher an als von den Veranstaltern erwartet. Bislang ist für die bis Ende Oktober dauernde Schau ein Defizit von 400 Millionen Mark veranschlagt. Dieses Minus sollen sich der Bund und das Land Niedersachsen teilen. Nach einem Vorabbericht der "Wirtschaftswoche" sind jedoch Mindereinnahmen von 1,36 Milliarden Mark zu erwarten, wenn die Besucherzahlen nicht steigen.

Die Organisatoren der Weltausstellung indes bleiben bei ihrer alten Rechnung: "Es gibt keine Milliardenverluste", sagte Expo Sprecherin Angela Karnik am Donnerstag dem Tagesspiegel. Schließlich sei der Andrang in den ersten Tagen immer dürftig. Das hätte schon die Weltausstellung in Lissabon im Jahre 1998 gezeigt. Auch ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministerium, Steffen Moritz, wies Prognosen über Milliardenverluste zurück.

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