Extremismus : Demos in Ulm eskalieren

Chaos in Schwaben: Eine NPD-Demo, einen Gegendemo und eine Demonstration der Gewerkschaft DGB überforderten selbst die Ordnungshüter. Blutende Menschen und brennende Mülltonnen sind die Folge.

Ulm1000 Rechtsextreme wollten in Ulm demonstrieren, kamen aber nicht weit: Nach wenigen Minuten flogen ihnen Steine und Flaschen der Gegendemonstranten entgegen. Zeitgleich marschierten außerdem 10.000 Menschen unter dem Banner der Gewerkschaft DGB auf einer dritten Demonstration durch die schwäbische Kleinstadt.

Die Polizei war zeitweise überfordert damit, die drei Demonstrationen auseinander zu halten. So wollten sich 100 militante NPD-Gegner unter die Gewerkschaftler mischen, um auf deren Route in Sichtweite der NPD-Demonstration zu gelangen. Berittene Polizisten trieben zwar die Menge immer wieder auseinander, dennoch brannten Mülltonnen und Autos. Später machten die Beamten auch von Wasserwerfern und Reizgas Gebrauch.

Unverständnis herrschte in Ulm über den Umstand, dass die NPD-Demonstration überhaupt stattfinden durfte. Ein entsprechendes Verbot wurde vom Verwaltungsgerichtshof in Mannheim mit Verweis auf die Versammlungsfreiheit abgewiesen. In Hannover hingegen wurde eine derartige Zusammenkunft von Rechtsextremen juristisch verhindert. Es würde sonst eine Gefahr für Menschen und Gegenstände bestehen, hieß es. (mm, dpa)

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