Politik : Extremisten sollen CIA infiltriert haben Tausende Mitarbeiter vorsichtshalber überprüft

Washington - Extremisten haben womöglich wiederholt versucht, die US-Geheimdienste zu infiltrieren. Ein Fünftel der Bewerber mit einem suspekten Hintergrund beim Auslandsgeheimdienst CIA hätte „bedeutende terroristische oder feindliche geheimdienstliche Verbindungen“, berichtete die „Washington Post“ am Montag unter Berufung auf Dokumente des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden. Am häufigsten wurden Kontakte zur palästinensischen Hamas, zur libanesischen Hisbollah und dem internationalen Terrornetzwerk Al Qaida genannt.

Dem Bericht zufolge plante der US-Geheimdienst NSA aus Sorge vor der Infiltrierung durch Extremisten vergangenes Jahr die Überwachung von mindestens 4000 Mitarbeitern – insbesondere deren Computernutzungsverhalten. Zwei Quellen, die mit der für die Überwachung verwendeten Software vertraut sind, sagten der „Washington Post“, es werde etwa geprüft, wer mehrere Dokumente zugleich herunterlade oder Datenbanken nutze, die er gewöhnlich nicht verwende. Allerdings verhinderten die Maßnahmen nicht, dass Snowden klassifizierte NSADokumente herunterlud. Der IT-Experte war zuletzt bei einer Firma beschäftigt, die der NSA zuarbeitete.

Die NSA hat zudem offenbar die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff ausspioniert. Der Geheimdienst habe ein spezielles Softwareprogramm genutzt, um die Kommunikation von Rousseff und ihrer Mitarbeiter per Telefon und Internet zu überwachen, berichtete der brasilianische Fernsehsender Globo am Montag. Man beruft sich dabei auf Dokumente von Edward Snowden. AFP

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