Facebook-Party in den Niederlanden : Aigner rügt Facebook

Verbraucherschutzministerin Aigner fordert von Facebook strengere Voreinstellungen, die verhindern, dass Veranstaltungen irrtümlich öffentlich sind. Wer ist verantwortlich für die verheerende Party?

Einen Klick bei Facebook vergessen, und schon kommen so viele Gäste zur Party.
Einen Klick bei Facebook vergessen, und schon kommen so viele Gäste zur Party.Foto: dapd

Nach den Ausschreitungen bei einer so genannten Facebook-Party im niederländischen Haren hat Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) das US-Internetunternehmen scharf kritisiert. „Facebook ist mitverantwortlich für solche Eskalationen, weil der Konzern nicht bereit ist, die Datenschutz-Einstellungen zu verbessern“, sagte sie der „Rheinischen Post“ (Montagausgabe).

Sie forderte Facebook auf, unverzüglich die Nutzerkonten zu ändern. Durch restriktive Grundeinstellungen müsse sichergestellt werden, dass Kinder und Jugendliche nicht irrtümlich eine private Veranstaltung für Millionen Nutzer öffentlich machen.

Tausende Partygäste waren am Freitagabend in die Stadt Haren geströmt. Dort kam es zu Krawallen und Schäden in Millionenhöhe. Einige Teilnehmer lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei, mehrere Menschen wurden verletzt. Niederländische Medien berichteten, die Party sei ursprünglich als kleine Feier eines 16-jährigen Mädchens geplant gewesen. Sie hatte die Einladung jedoch nicht als privat gepostet, weshalb sie sich schnell verbreitete.

Video: Facebook-Party eskaliert

(dapd)

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

0 Kommentare

Neuester Kommentar