Politik : Fahndung: Neuer Tätertyp stellt Ermittler vor Schwierigkeiten

Frank Jansen

Bei der Fahndung nach den Hintermännern des Terrors gegen die USA sehen sich die deutschen Sicherheitsbehörden mit ungewohnten Problemen konfrontiert. Mit den unauffälligen Schläfern sei "ein neuer Tätertyp am Werk", sagen Experten, "wir müssen völlig umlernen." So wirkt der momentane Ermittlungsstand bombastisch und bescheiden zugleich. Knapp 6000 Hinweise sind aus der Bevölkerung eingegangen, davon 3000 bei der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe und 2760 bei den Polizeibehörden. Allein das BKA hat 400 Beamte auf die islamistischen Terrorstrukturen in Deutschland angesetzt, hinzu kommen mehrere tausend Beamte der Länderpolizeien. Die in Hamburg und Berlin begonnene und schließlich bundesweit ausgedehnte Rasterfahndung hat den Ermittlern einen Datenberg beschert, der mühsam ausgewertet werden muss. Trotzdem heißt es, "die Rasterfahndung läuft gut". Sämtliche Namen, die eine Herkunft aus dem Nahen Osten vermuten lassen, werden erfasst. Als Schwerpunkte gelten vor allem Universitäten, Fachhochschulen und Flugschulen. Dennoch sind bislang nur zwei Haftbefehle erlassen worden.

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