Politik : Falsche Nachbarn, späte Rettung

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Unicef hat einen ersten Fall von Menschenhandel mit einem Kind bestätigt, das durch die Flutwelle seine Eltern verloren hat. Im Norden Sumatras sei ein vierjähriger Junge von einem Paar aus Banda Aceh weggebracht worden. Dabei habe das Paar angegeben, der Junge sei sein Sohn. Bei der Einlieferung des Kindes in eine Klinik im 450 Kilometer südöstlich gelegenen Medan sei der Fall Mitarbeitern von Hilfsorganisationen aufgefallen, die die Polizei eingeschaltet hätten. „Sie wurden misstrauisch, als die Angaben des Paares widersprüchlich waren.“ Inzwischen behaupte das Paar, Nachbarn des Jungen zu sein. rtr

Zehn Tage lang soll ein Junge auf den AndamanenInseln auf einem Baum ausgeharrt haben. „Ich wollte weinen, aber nach ein paar Tagen hatte ich keine Tränen mehr. Ich hatte nichts zu essen , kein Schlückchen Wasser und es war keine Hilfe in Aussicht“, sagte der 14-jährige Murlitharan. Schließlich sei er ins Wasser gefallen und von einer Inselbewohnerin in Sicherheit gebracht worden, bevor Hilfe aus der Luft kam. Mit dem Hubschrauber brachte ihn die indische Luftwaffe auf die Hauptinsel.AFP

Ein Funker mit Hang zum Dauerfernsehen hat auf der Nikobaren-Insel Teressa die Gefahr des Tsunamis erkannt und so zahlreiche Menschen gerettet. Er habe das Meer aufpeitschen und zurückweichen sehen, erinnerte sich der 39-jährige Razak Ali. „Das waren die Merkmale, von denen im Fernsehen die

Experten gesprochen hatten.“ Er rannte nach draußen und hielt einen Nachbarn an, der auf seinem Moped vorbeifuhr. „Ich rief ihm zu, er solle schnell auf der Insel herumfahren und die Menschen warnen.“ Sein Einsatz brachte Ali den Namen „Vater Teresa“ ein. AFP

Der belgische Urlauber Edgard Vastmans hat zehn Tage über seine Rettung geschwiegen . Seit dem 26. Dezember hatte der alleinstehende Schreiner weder seine Eltern angerufen noch die Kreditkarte benutzt. Vor dem Rückflug lehnte der 34-Jährige einen Anruf ab, obwohl er auf der Vermissten-Liste stand. Das Reiseunternehmen unterrichtete die Familie. „Ein Anruf von einer halben Minute hätte uns zehn Tage Leid ersparen können“, sagte Edgards Vater. dpa

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