Familienministerium : Prävention gegen Rechts

Die Bundesregierung will bei ihrem Präventionsprogramm gegen Rechts im kommenden Jahr die Kommunen stärker einbinden. Dies sei der zentrale Schlüssel zum Erfolg, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Hermann Kues.

Berlin - Ab dem kommenden Jahr will der Bund Programme gegen Rechts mit insgesamt 24 Millionen Euro finanzieren. Für die Weiterführung des Aktionsprogramms "Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie - gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" stehen jährlich 19 Millionen Euro zu Verfügung; darüber hinaus fördert die Bundesregierung Beratungsmodelle gegen Rechts mit zusätzlich fünf Millionen Euro pro Jahr.

"Die Bundesregierung stellt sich entschieden gegen Extremismus in jeglicher Form", erklärte Kues. Seit 2001 habe der Bund mit dem Jugend-Aktionsprogramm rund 4500 Projekte und Initiativen mit insgesamt 192 Millionen Euro gefördert. Ziel sei die Stärkung des demokratischen Verhaltens und des zivilen Engagements sowie die Förderung von Toleranz und Weltoffenheit vor allem bei jungen Menschen. Die wissenschaftliche Begleitung und Auswertung des Programms ergab laut Ministerium, dass die geförderten Projekte und Initiativen ganz überwiegend erfolgreiche und nachhaltige Arbeit geleistet haben. Rund 80 Prozent der Träger werden auch nach Abschluss der Programmförderung durch die Bundesregierung ihre Arbeit inhaltlich fortsetzen.

In Berlin begann eine zweitägige Ergebniskonferenz des Modellprogramms "Jugend für Toleranz und Demokratie - gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus". (tso/AFP)

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