Familienministerium : Schwesig will Kinderschutz in Flüchtlingsheimen verbessern

Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) will Kinder in Flüchtlingsheimen besser vor Gewalt und sexuellem Missbrauch schützen.

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Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) besucht in Rostock eine Notunterkunft für maximal 600 Flüchtlinge.
Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) besucht in Rostock eine Notunterkunft für maximal 600 Flüchtlinge.Foto: dpa

Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) fordert, den Schutz von Kindern und Jugendlichen in Flüchtlingsheimen zu verbessern. „Wir müssen sicherstellen, dass Mindeststandards zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellen Übergriffen und Gewalt in den Erstaufnahmeeinrichtungen beachtet werden“, sagte Schwesig dem Tagesspiegel vor dem Weltkindertag am Sonntag. Damit spricht sie ein tabuisiertes Thema an. "Mit einem Gesetz sorgen wir dafür, dass alle Kinder und Jugendlichen, die allein nach Deutschland kommen, so aufgenommen werden, wie es ihrem Kindeswohl entspricht“, sagte sie. Das Gesetz zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher soll am 1. Januar in Kraft treten.

„Wir müssen in einem zweiten Schritt auch sicherstellen, dass für eine kindgerechte Ausstattung von Flüchtlingsunterkünften zusätzliche Mittel bereitgestellt werden", sagte sie. "Vor Ort ist zwar viel Pragmatismus gefragt, aber er darf nicht auf Kosten des Kinderschutzes gehen. Es muss für Frauen und ihre Kinder möglich sein, dass sie geschützte Duschen und abschließbare Toiletten haben.“

 

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