Familienpolitik : Merkel: Krippen vor Betreuungsgeld

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich klar für einen Vorrang des Krippen-Ausbaus gegenüber dem Betreuungsgeld für die Kindererziehung ausgesprochen. Sie stützt damit den Kurs von Familienministerin von der Leyen.

Berlin"Wir wollen den Rechtsanspruch (auf einen Krippenplatz) bis zum Jahre 2013 umsetzen", sagte Merkel im Bundestag. "Wenn wir das geschafft haben, dann können wir uns auch wieder mit denen beschäftigen, die ihre Kinder zu Hause erziehen", fügte die Kanzlerin hinzu.

"Das Prioritäre bis 2013" sei jetzt die Betreuung der Kleinkinder. "Das ist die ganz klare Verabredung", sagte Merkel mit Hinweis auf die Vereinbarungen der Koalitionsspitze. Erst danach werde der nächste Schritt mit einem Betreuungsgeld kommen.

Im Streit vor allem mit der CSU übernahm Merkel damit weitgehend die Argumentation von Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU), für die ebenfalls die Verdreifachung der Betreuungsplätze bei Krippen und Tagesmüttern bis 2013 Vorrang hat. Vor allem die CSU verlangt dagegen schon jetzt verbindliche Vereinbarungen zum Betreuungsgeld von 2013 an. (mit dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben