Familienpolitik : Von der Leyen verteidigt Kindergeld-Staffelung

Die Debatte um die Erhöhung es Kindergelds geht in die nächste Runde. Finanzminister Peer Steinbrück fordert einen Freibetrag für einkommensschwache Familien. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen beharrt hingegen weiterhin auf dem Modell der Kindergeld-Staffelung.

Von der Leyen
Familienministerin Ursula von der Leyen. -Foto: dpa

ReutlingenIm Streit um die Anhebung des Kindergelds beharrt Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) auf einer Staffelung zugunsten kinderreicher Familien. Dem "Reutlinger General-Anzeiger" sagte sie: "Für das dritte Kind hat es seit 1995 keine Anhebung gegeben - hier ist die Staffel sinnvoll". Gerade bei kinderreichen Familien verhindere das Kindergeld das Abrutschen in die Armut.

Während Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine Erhöhung um zehn Euro je Kind versprochen hat, will Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) einen Freibetrag, der einkommensschwache Familien stärkt. Dazu sagte von der Leyen: "Vor den Plänen von Herrn Steinbrück kann ich nur warnen." Er plane einen Systemwechsel, "der erhebliche Nebenwirkungen zur Folge hätte: ausschließlich Familien mit Kindern müssten mehr Steuern zahlen. Dass Kinder steuererhöhend wirken sollen, ist doch absurd", sagte die Ministerin dem Blatt. (iba/ddp)

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