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Familienpolitik : Von der Leyen will Kinder fördern statt Ehen

Ehe und Familie sind heute nicht mehr untrennbar verbunden, immer weniger Eltern sind verheiratet. Bundesarbeitsministerin von der Leyen plädiert daher für die Ablösung des Ehegattensplittings durch ein Modell, das Kinder stärker fördert.

Ursula von der Leyen will vom Ehegattensplitting abrücken und Kinder stärker berückichtigen.
Ursula von der Leyen will vom Ehegattensplitting abrücken und Kinder stärker berückichtigen.Foto: dpa

Das Ehegattensplitting sollte nach Auffassung von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) durch ein Modell abgelöst werden, das sich stärker auf die Förderung von Kindern konzentriert. "Als das Ehegattensplitting geschaffen wurde, waren 'Ehe' und 'Familie' fast identisch", sagte von der Leyen dem Tagesspiegel. "Damals kam der Steuervorteil noch bei den Kindern an." Inzwischen lebe jedes dritte Kind nicht in einer Ehe. Zudem seien immer mehr Frauen erwerbstätig. "Heute wirkt das Ehegattensplitting so, dass der Steuervorteil bei Normalverdienern umso kleiner ist, je mehr Kinder da sind", sagte die Ministerin. "Das kann doch nicht die Logik sein."

Von der Leyen erinnerte daran, dass bereits das CDU-Grundsatzprogramm sich dafür ausspreche, allen Familien mit Kindern die Steuervorteile eines neuen Familiensplitting einzuräumen. Für "langjährige Ehen, die sich in ihrer Lebensplanung auf den Splittingvorteil verlassen haben", müsse es allerdings Vertrauensschutz geben. (Tsp.)

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