Politik : Fast 100 Tote bei Anschlag im Jemen

Sanaa - Mindestens 96 Soldaten sind am Montag in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa gestorben, als sich ein Attentäter mitten in einer Übung für eine Militärparade in die Luft sprengte. Dutzende weitere seien verletzt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Saba. Die Soldaten hatten für die Parade zum jemenitischen Nationalfeiertag an diesem Dienstag geprobt. Der Attentäter hatte an dem Aufmarsch auf einem Platz unweit des Präsidentenpalastes teilgenommen. Unter der Uniform hatte er den Sprengstoff versteckt. Der anwesende Verteidigungsminister Mohammed Nasser Ahmed blieb unverletzt. Später bezichtigte sich die Terrorgruppe Ansar al Scharia der Bluttat, wie die jemenitische Webseite „Al Taghier“ berichtete. Die Gruppe ist eine Unterorganisation des Terrornetzes Al Qaida auf der arabischen Halbinsel. Zuletzt hatte das jemenitische Militär Erfolge bei der Bekämpfung der Al Qaida in der südlichen Provinz Laudar verzeichnet, wo die Ansar al Scharia aktiv ist.Der Anschlag am Montag traf die Führung des Landes ins Mark. Die Parade, gegen deren Generalprobe sich der Angriff richtete, gilt dem 22. Mai, dem Jahrestag der Vereinigung des republikanischen Nordjemens mit dem sozialistischen Südjemen im Jahr 1990. In diesem Jahr feiert das Land den Vereinigungstag erstmals ohne den Langzeit-Präsidenten Ali Abdullah Salih. dpa

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