Politik : Fast 100 Tote bei Kämpfen in Afghanistan

Dschalalabad/Washington - Bei Gefechten zwischen Taliban und der Polizei in Afghanistan sind am Freitag fast 100 Menschen getötet worden. Mehrere hundert radikalislamische Aufständische hätten mit schweren Waffen einen Polizei- und Militärkonvoi in der östlichen Provinz Nangahar angegriffen, sagte der stellvertretende Polizeichef von Nangahar, Masum Chan Haschemi, der Nachrichtenagentur AFP. Bei den fünfstündigen Kämpfen im Bezirk Schersad seien 60 Taliban und 22 Polizisten getötet worden, davor seien bereits 16 Aufständische getötet worden. Die Taliban erklärten dagegen, sie hätten bei den Gefechten 84 Soldaten getötet, selbst aber nur fünf Kämpfer verloren. Die Rebellenbewegung ist bekannt dafür, bei ihren Angriffen die Opferzahlen auf der Gegenseite zu übertreiben.

Die USA warnten unterdessen vor Anschlägen des Terrornetzwerks Al Qaida im Nahen Osten und in Nordafrika und gaben deshalb eine weltweite Reisewarnung für ihre Bürger heraus, die bis Ende August gilt. Nach der Reisewarnung veränderte das Auswärtige Amt in Berlin seine Sicherheitshinweise für deutsche Staatsbürger zunächst nicht. AFP/dpa

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