Politik : Faymann will Koalition fortsetzen

Wien - Österreichs SPÖ-Chef und Bundeskanzler Werner Faymann will sich bei Koalitionsgesprächen nach der Parlamentswahl klar auf die Konservativen konzentrieren. Seine Sozialdemokraten waren bei der Nationalratswahl am Sonntag mit 27,1 Prozent der Stimmen trotz eines historischen Tiefstandes wieder stärkste Partei geworden. Eine Koalition mit drei Parteien lehne er klar ab, sagte Faymann am Montag in Wien. Gespräche mit der rechten FPÖ schloss er aus. Auf Platz zwei kam die konservative ÖVP mit 23,8 Prozent. Mit zusammen 99 Mandaten im Nationalrat könnte Rot-Schwarz ihre Regierungsarbeit fortsetzen. ÖVP-Spitzenkandidat Michael Spindelegger schloss jedoch auch eine Zusammenarbeit mit der FPÖ nicht aus. Für eine Mehrheit bräuchte die ÖVP dann aber noch das Team Stronach. Die FPÖ gewann mit 3,9 Prozentpunkten klar hinzu und kam auf 21,4 Prozent. Die Grünen holten mit einem Plus von einem Prozentpunkt 11,5 Prozent. Zwei neu gegründete Parteien schafften direkt den Einzug in den Nationalrat: Das Team Stronach des 81-jährigen Milliardärs Frank Stronach kam auf 5,8 Prozent. Die liberalen Neos schafften mit 4,8 Prozent den Sprung über die geltende Vier-Prozent-Hürde. Die Ex-JörgHaider-Partei BZÖ wird nicht mehr im Parlament vertreten sein. Am Montag gab die Unterrichts- und Kulturministerin Claudia Schmied ihren Rücktritt bekannt. Die Sozialdemokratin nannte als Beweggründe andere berufliche Angebote sowie mehr Zeit für Familie und Freunde. dpa

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