Politik : FBI warnt vor Anschlägen auf Brücken

In den USA wächst die Furcht vor Terroranschlägen auf große Hängebrücken in Kalifornien. Die Bundeskriminalpolizei (FBI) teilte mit, es gebe Hinweise, wonach zwischen dem 2. und 7. November Anschläge auf die Brücken geplant seien. Unter den seit Freitag scharf bewachten Bauwerken ist vor allem auch die berühmte Golden Gate Bridge in San Francisco. Die USA setzen unterdessen ihre Angriffe gegen die Taliban fort, wobei auch Langstreckenbomber zum Einsatz kamen. Die US-Luftwaffe griff am Freitag erneut Stellungen der Taliban nördlich von Kabul an.

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Fotostrecke: Der Krieg in Afghanistan Bei den neuen Terrorwarnungen in den USA wurden unter anderem die Golden Gate Bridge und die Bay Bridge in San Francisco als mögliche Terrorziele genannt. Auch in Italien gibt es Hinweise auf einen möglicherweise geplanten Anschlag auf eine Autobahnbrücke oder einen Tunnel, wie das Innenministerium mitteilte.

Im Krieg in Afghanistan begann unterdessen offenbar eine neue Angriffsphase. Mit der Bombardierung von Frontlinien der Taliban solle der Vormarsch der Nordallianz in Richtung Hauptstadt erleichtert werden, hieß es.Die Sicherheitsberaterin von US-Präsident George W Bush, Condoleezza Rice, sprach sich strikt gegen eine vorübergehende Waffenruhe aus: "Wir können es uns nicht leisten, eine Pause einzulegen".

In Deutschland wächst derweil innerhalb der SPD und der Grünen die Kritik an den Bombardements. Der SPD-Politiker Detlef von Larcher sagte am Freitag im Deutschlandfunk, es bestehe die Gefahr, dass das militärische Ziel, der Sturz des Taliban-Regimes, nicht erreicht werde.

Die Grünen-Politikerin Antje Vollmer warf den USA Ziellosigkeit vor. Vollmer sagte in einem Interview mit "Spiegel Online", der Westen müsse die "Demütigung und Marginalisierung" der islamischen Völker beenden. Zudem forderte die Bundestagsvizepräsidentin die Einrichtung von UN-Schutzzonen für die afghanische Zivilbevölkerung. Vollmer sagte mit Blick auf die Flüchtlinge, die Aufnahmekapazität der Nachbarländer sei erschöpft. Die Schutzzonen sollten "mit massiver militärischer Präsenz" gesichert werden, möglichst durch Truppen der Vereinten Nationen (UNO) aus muslimischen Ländern, sagte Vollmer, die mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) vergangene Woche nach Indien und Pakistan gereist war.

Schröder zog am Freitag zum Abschluss seiner dreitägigen China-Reise in Schanghai eine positive Bilanz. Schröder begrüßte in Anwesenheit von Ministerpräsident Zhu Rongji das dynamische und kräftige Wachstum der chinesischen Wirtschaft, das deutsche Unternehmen angezogen habe.

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