Politik : FDP-Personaldebatte: Ist Westerwelle zur Kandidatur bereit?

Berlin/Düsseldorf (dpa). FDP-Generalsekretär Guido Westerwelle hat nach Informationen aus der nordrhein-westfälischen FDP seine Bereitschaft zur Kandidatur gegen Parteichef Wolfgang Gerhardt erklärt. Westerwelle habe sich bei einer Landesvorstandssitzung am Dienstag entsprechend geäußert, berichtete der "Kölner Stadt-Anzeiger". Allerdings dementierte Westerwelle den Bericht am Mittwoch. Ein Vorstandsmitglied der NRW-FDP bestätigte jedoch, Westerwelle habe sich "in einem nicht anders zu interpretierenden Sinne geäußert". Demnach soll der Generalsekretär nach dem Drängen seiner Parteifreunde, Stellung zu beziehen, gesagt haben: "Ich weiß genau, was ich will und wann ich es will. Das ist nicht vor dem 25. März." Mit Bezug auf die Bundespartei habe Westerwelle hinzugefügt: "Würde ich es vorher sagen, hätten wir Zoff."

Westerwelle erklärte hingegen in einer in Berlin verbreiteten Stellungnahme, dies entspreche nicht den Tatsachen. Er habe im Gegenteil Aufforderungen zur Erklärung einer Kandidatur zurückgewiesen. Dies sei mit Zustimmung der überwiegenden Mehrheit des Landesvorstandes geschehen. "Ich habe mich bislang an Personalspekulationen nicht beteiligt und werde dies auch in Zukunft schon deshalb nicht tun, weil Personalspekulationen bekanntermaßen in Wahlkämpfen nicht nützlich sind."

NRW-Parteichef Jürgen Möllemann erklärte nach Angaben eines Parteisprechers, auf der Sitzung des Landesvorstands seien keinerlei Personalentscheidungen gefallen. Die Debatte über Führungsfiguren der Partei werde erst nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz geführt. "Dabei bleibt es. Dem ist nichts hinzuzufügen", sagte Möllemann laut Parteisprecher Michael Block. Am 25. März sind in Rheinland-Pfalz und Baden- Württemberg, wo die FDP mitregiert, Landtagswahlen.

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