Politik : FDP-Politiker wollen Pieper lieber als Vize

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Berlin/Stuttgart Im Personalstreit um die Generalsekretärin der FDP, Cornelia Pieper, plädieren die ostdeutschen Liberalen für den Verbleib Piepers an der Parteispitze – allerdings nicht unbedingt im Amt der Generalsekretärin. Der Berliner FDP-Landeschef Markus Löning forderte eine grundsätzliche Erneuerung der Parteispitze. „Wir brauchen mehr Programmatik und jüngere Köpfe im Präsidium“, sagte Löning dem Tagesspiegel. „Auf jeden Fall“ müsse der Bundesparteitag im Mai eine Frau zur Stellvertreterin von Parteichef Guido Westerwelle wählen. Nach Walter Dörings Abgang ist diese Position vakant. Er könne sich „durchaus vorstellen“, dass Pieper als Vize die Interessen der ostdeutschen Landesverbände vertreten könne, so Löning.

Piepers Rolle als Generalsekretärin ist sowohl in der Parteispitze als auch in den mitgliederstarken westdeutschen Landesverbänden umstritten. Westerwelle hatte kurz vor dem traditionellen Dreikönigstreffen der FDP in Stuttgart gesagt, alle Mitglieder des Präsidiums müssten sich im Mai neu zur Wahl stellen.

Auch Piepers Stellvertreter im Landesvorstand Sachsen-Anhalt, Norbert Volk, lehnte einen Wechsel Piepers ins Amt der Parteivize nicht grundsätzlich ab. „Beide Positionen sind gleichwertig“, sagte er. Für die ostdeutschen Landesverbände seie es allerdings immens wichtig, in der FDP-Spitze angemessen vertreten zu sein. „Ein Ex oder Hopp für Cornelia Pieper darf es nicht geben“, sagte Volk.

Die Bundesvorsitzende der FDP-Frauenorganisation „Liberale Frauen“, Ina Lenke, forderte einen fairen Umgang mit Pieper. Sie hätte sich von Westerwelle „in dieser unerquicklichen und das Bild der FDP schädigenden Personaldiskussion klare Worte für seine Generalsekretärin gewünscht“, so Lenke. Pieper habe in Sachsen-Anhalt das beste FDP-Wahlergebnis seit Jahren erzielt. asi/ddp

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