Politik : FDP: Schatzsuche

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Nass geschwitzt ist Carl-Ludwig Thiele heute nur noch, wenn er vom Joggen kommt. Die Parteifinanzen bereiten dem FDP-Schatzminister keine unruhigen Nächte mehr. In seinen beiden Amtsjahren habe er die Partei vor der Pleite bewahrt. Nach dem Verlust von gut fünf Millionen Mark 1999 gab es 2000 wieder einen Überschuss von einer Million. Trotzdem bleiben 2,6 Millionen Schulden.

Zufrieden ist er mit der FDP aber nicht. Zum Abschied vom Amt fallen bittere Worte. Die Zahlungsmoral lässt zu wünschen übrig; die Berliner immerhin haben ihre Schulden bezahlt. Geärgert hat sich Thiele über Vorwürfe, er sammle zu wenig Spenden. Dies sei nicht allein Aufgabe des Schatzmeisters - der im Übrigen nicht eine Million finden konnte (leider, wie Guido Westerwelle flachste). Die Zusammenarbeit lasse sich solidarischer gestalten, so Thiele. Darauf baut nun Nachfolger Rexrodt. Er muss Geld für den Bundestagswahlkampf sammeln.

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