FDP stellt sich neu auf : Lindner schlägt Beer als neue Generalsekretärin vor

Die hessische Kultusministerin Nicola Beer soll nach dem Willen Christian Lindners neue Generalsekretärin der FDP werden. Sie will vor allem in der Bildungspolitik alles ganz anders machen.

Christian Lindner stellt Nicola Beer als neue FDP-Generalsekretärin vor.
Christian Lindner stellt Nicola Beer als neue FDP-Generalsekretärin vor.Foto: dpa

Der Kandidat für den Parteivorsitz der FDP, Christian Lindner, hat die hessische Kultusministerin Nicola Beer für den Posten der Generalsekretärin vorgeschlagen. Beer sei „eine gewinnende, kompetente und durchsetzungsstarke Liberale“, sagte Lindner am Freitag vor Journalisten in Berlin. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben werde sein, die Beteiligung in der Partei und den Dialog mit Parteibasis und Bürgern zu fördern. „Die FDP muss ohne Bundestagsfraktion zwingend eine Mitmachpartei werden“, sagte Lindner.

Beer bezeichnete es als guten Weg, die FDP „wieder aus den Ländern heraus aufzubauen“, in denen sie weiter stark vertreten sei. Die FDP hatte bei der Bundestagswahl am 22. September erstmals den Einzug in den Bundestag verpasst. Die Parteispitze um FDP-Chef Philipp Rösler kündigte daraufhin ihren Rücktritt an.

Nicola Beer will sich als FDP-Generalsekretärin um die Alltagsnöte kümmern

Lindner verwies auf die insgesamt 104 Abgeordneten, mit denen die FDP noch in den Ländern und im EU-Parlament vertreten sei. Diese würden die Rolle der Bundestagsfraktion „während der Parlamentspause“ übernehmen, bis eine „erneuerte FDP“ 2017 auch wieder im Bund aktiv werden könne. „Wir sind aus dem Bundestag ausgeschieden, aber nicht aus der deutschen Politik“, sagte der FDP-Vize.

Die Liberalen müssten im Zuge ihres Neustarts wieder stärker herausstellen, dass sie sich um die Alltagsnöte der Menschen kümmerten, sagte Beer, die seit anderthalb Jahren Kultusministerin in Hessen ist. Sich selbst bezeichnete sie als „bodenständig genug, um bei den Menschen zu sein“. Als wichtige Themen, derer sie sich als Generalsekretärin annehmen will, nannte die 43-Jährige eine „ideologiefreie Bildungspolitik“ und

Chancengerechtigkeit.

Wenn sie FDP-Generalsekretärin wird, kann sie ihr Landtagsmandat behalten

Als „Generalistin“ sei sie in der Landespolitik mit vielen Themen vertraut, sagte Beer. „Wer im hessischen Landtag gestählt wurde, der kann sich auf das Berliner Parkett wagen.“ Sollte Beer auf dem FDP-Sonderparteitag im Dezember zur Nachfolgerin von Patrick Döring gewählt werden, würde sie das Amt der Generalsekretärin ehrenamtlich ausüben. Ihr Landtagsmandat in Hessen würde sie beibehalten. Als hessische Kultusministerin dürfte die FDP-Politikerin nur im Amt bleiben, bis die Bildung einer neuen Landesregierung abgeschlossen ist. (AFP)

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