Politik : FDP streitet über Koalitionsaussage Lambsdorff bevorzugt Union

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Berlin (dpa). Zwei Wochen vor der Bundestagswahl gehen in der FDP die Ansichten über den bevorzugten Koalitionspartner auseinander. Trotz der Vorgabe von Parteichef Guido Westerwelle, eine Koalitionsaussage zu vermeiden, bekannten sich mehrere FDP- Spitzenpolitiker zu ihrem Wunschpartner. An diesem Sonntag will die FDP auf einem Sonderparteitag in Berlin Kernpunkte für Koalitionsverhandlungen festlegen.

FDP-Vize Jürgen Möllemann ging auf Distanz zur Union und sah Chancen für ein sozial-liberales Bündnis. „Unser Gesellschaftsbild unterscheidet sich grundlegend von dem der Union“, sagte Möllemann dem „Spiegel“. „In der Innen- und Rechtspolitik stehen wir der SPD deutlich näher.“ Dagegen sprachen sich FDP-Vize Walter Döring und der Ehrenvorsitzende Otto Graf Lambsdorff für die Union aus. Döring zweifelte die Kompetenz von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) an. Der „Bild am Sonntag“ sagte der Stuttgarter Wirtschaftsminister: „Schröder hat in den vergangenen vier Jahren bewiesen, dass er es nicht kann.“ Lambsdorff meinte, bei Arbeit, Steuern und Bildung sei die „Übereinstimmung mit der CDU/CSU derzeit größer ist als mit der SPD“.

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