Politik : Feindliche Übernahme

-

Die seit 1967 gebauten israelischen Siedlungen in den Palästinensergebieten gelten als eines der größten Hindernisse für einen Friedensschluss in Nahost. Während USA und Palästinenser einen sofortigen Baustopp fordern, will der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon nur den Bau neuer Siedlungen beenden, die bestehenden jedoch weiter ausbauen. Nach internationalem Recht ist die Besiedlung durch kriegerische Konflikte besetzter Gebiete mit der Bevölkerung der Besatzungsmacht illegal. Israel argumentiert jedoch, dass die Palästinensergebiete nicht im eigentlichen Sinne „besetztes Gebiet“ seien, weil sie vor der Eroberung nicht Teil eines modernen staatlichen Gebildes gewesen seien. Seit der Besetzung im Juni 1967 hat Israel in den Palästinensergebieten mehr als 145 Siedlungen für etwa 200 000 jüdische Israelis gebaut. Etwa 6000 von ihnen leben im GazaStreifen.dpa

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben