Politik : Fifa untersucht Krawalle auf dem Spielfeld

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Berlin - Auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft muss nach den Tumulten auf dem Rasen des Berliner Olympiastadions Konsequenzen fürchten. Im Viertelfinale der Fußball-WM gegen Argentinien, das die Deutschen am Freitagabend 5:3 nach Elfmeterschießen gewannen, war es nach dem Ende zu Handgreiflichkeiten gekommen. Argentiniens Ersatzspieler Leandro Cufre hatte Per Mertesacker zwischen die Beine getreten, anschließend wurde auch Bastian Schweinsteiger attackiert. Er soll einen Faustschlag auf den Kopf erhalten haben. Zuvor hatten sich die Spieler gegenseitig provoziert.

Der Weltverband Fifa kündigte am Samstag in Berlin rasche Urteile an. Es bestehe „eine gewisse Dringlichkeit“, zu klären, ob Spieler der deutschen Nationalmannschaft an den Handgreiflichkeiten beteiligt waren oder diese provoziert haben. Denn schon am Dienstag bestreitet die DFB-Auswahl das nächste Spiel.

An jenem Tag wird in Berlin auch erstmals die WM-Fanmeile auf der Straße des 17. Juni erweitert. Der Große Stern werde gesperrt, zwei weitere Leinwände aufgebaut, sagte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Der Senat reagiert damit auf die enormen Besucherzahlen auf der WM-Meile. In der Nacht nach dem Sieg über Argentinien hatten hunderttausende Fans bis in den frühen Morgen auf den Straßen gefeiert. Teile des Berliner Ku’damms waren noch um 2 Uhr früh von der Polizei gesperrt. Insgesamt sei die Lage ruhig gewesen, hieß es.

Krawalle gab es dagegen vor dem WM- Spiel zwischen England und Portugal in Gelsenkirchen. Dort nahm die Polizei 53 Krawallmacher fest. Bereits am Freitagabend waren rund 1000 deutsche und englische Fans aneinander geraten. Tsp

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www.tagesspiegel.de/wm2006

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