Finanzkrise : Asiatische Staaten stocken Rettungsfonds auf

Die Wirtschaftsnationen im asiatischen Raum bauen ihren gemeinsamen Rettungsschirm gegen die Finanzkrise aus. Auf dem Asean-Gipfel einigten sie sich auf zusätzliche 40 Milliarden Dollar.

PhuketDie asiatischen Staaten stocken ihren Fonds zur Bewältigung der weltweiten Finanzkrise um 40 Milliarden Dollar (knapp 32 Milliarden Euro) auf. Die bereits vereinbarte Summe von 80 Milliarden Dollar solle auf 120 Milliarden Dollar erhöht werden, beschlossen die Finanzminister von 13 Staaten am Sonntag bei einem Treffen im thailändischen Phuket. Dabei setzen die asiatischen Staaten auf den Mechanismus der Chiang-Mai-Initiative, die nach der Finanzkrise 1997/98 mit dem Ziel gegenseitiger Hilfe ins Leben gerufen worden war.

Die Einzelheiten des Finanzpakets stehen noch nicht fest. Beteiligt sind die zehn Staaten der Asean-Gruppe - Birma, Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, die Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam - sowie die drei größten Volkswirtschaften der Region, China, Japan und Südkorea. Laut der in Phuket veröffentlichten Erklärung sollen die Asean-Staaten 20 Prozent des Finanzpaketes übernehmen, die drei anderen zusammen 80 Prozent. Der chinesische Finanzminister Xie Xuren sagte, die genauen Anteile von China, Südkorea und Japan müssten noch ausgehandelt werden.

Für die weitere Beratung wurde ein Treffen in Bali im Laufe des Jahres vereinbart. Auch beim Asean-Gipfel am Freitag im thailändischen Hua Hin soll das Thema zur Sprache kommen. Einen Zeitplan für die Nutzung des Krisenpakets gibt es noch nicht. Mit dem Ausbau der Chiang-Mai-Initiative wollen die asiatischen Staaten verhindern, dass durch die Weltfinanzkrise in ihrem Raum Millionen Jobs verloren gehen. (ml/AFP)

0 Kommentare

Neuester Kommentar