FInanzkrise : Euro-Länder wollen Griechenland mit Krediten helfen

Bei ihrem Gipfeltreffen an diesem Donnerstag in Brüssel wollen die Staats- und Regierungschefs der EU über die drohende Staatspleite Griechenlands beraten. Offenbar soll dem Schuldensünder mit Krediten unter die Arme gegriffen werden.

„Es läuft auf Kreditlinien hinaus“, sagte der österreichische Bundeskanzler (SPÖ) Werner Faymann am Mittwochabend vor dem Sondergipfel in Brüssel. Das Geld könne mit Hilfe des Internationalen Währungsfonds IWF vergeben werden. „Es geht nicht um geschenktes Geld oder um Subventionen, sondern es geht um Kredite mit Zinsen, die man zur Verfügung stellt, um möglichst rasch einem Land zu helfen, damit es hier nicht auf den Finanzmärkten zu Irritationen kommt.“

Die EU-Staats- und Regierungschefs beraten bei ihrem Gipfeltreffen an diesem Donnerstag in Brüssel über die drohende Staatspleite Griechenlands. Dabei wird auch über Rettungsmöglichkeiten für das Euro-Land beraten. Denkbar sind bilaterale Kredite, ein Eingreifen des IWF oder auch der Kauf von griechischen Staatsanleihen, um dem Land frisches Kapital zu beschaffen. Die Bundesregierung hatte einseitige Hilfen zugunsten Athens bislang ausgeschlossen.

Die Finanzminister hatten am Mittwochnachmittag bei einer Telefonkonferenz über die Lage beraten. Dabei forderten sie nach Angaben Faymanns die Notenbankchefs auf, Vorschläge für den Gipfel zu machen. Bei dem Treffen am Donnerstag gehe es dann gemeinsam mit dem EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet weiter. Die genaue Umsetzung eines Hilfspakets sei noch nicht klar. Ein rasches Eingreifen sei nötig, um einen Flächenbrand zu verhindern, der auch andere Wackelkandidaten der Euro-Zone wie Spanien und Portugal erfassen könnte.

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