Politik : Fingerhakeln in Bayern beendet

Sabine Beikler

Berlin – Der Streit zwischen der bayerischen PDS und der Wahlalternative (WASG) ist beigelegt. Nach einem Treffen am Donnerstagabend in Nürnberg erklärten die bayerische PDS-Landesvorsitzende Eva Bulling-Schröter und WASG-Bundesvorstand Klaus Ernst, dass „beide Landesvorstände die entstandenen Verletzungen“ bedauern würden. Man sehe die „Meinungsverschiedenheiten“ als beendet an.

Auf dem Parteitag der bayerischen PDS war es am vergangenen Sonnabend in Ingolstadt zum Eklat gekommen, nachdem die bayerischen Sozialisten außer Klaus Ernst als Spitzenkandidaten keinen weiteren WASG-Kandidaten auf den vorderen Plätzen aufgestellt hatten und den bayerischen Landeschef Fritz Schmalzbauer auf Platz vier durchfallen ließen.

Bei der PDS gebe es „erheblichen Nachholbedarf, das Projekt der Linkspartei in den eigenen Reihen zu verankern“, kritisierte der WASG-Bundesvorsitzende Ernst aus Schweinfurt. Durch den gemeinsamen Wahlkampf würden PDS- und WASG-Mitglieder ohnehin zusammentreffen und sich besser kennen lernen, entgegnete PDS-Wahlkampfchef Sepp Obermeier aus Rosenheim. „Mit’ m Redn kemma d’Leit zam“, sagte Obermeier auf Bayerisch. Auf Hochdeutsch: Mit dem Reden kommen die Leute auch zusammen.

Die bayerische PDS hatte sich am vergangenen Wochenende in „Die Linkspartei“ umbenannt, will aber das Kürzel PDS auch künftig im Parteinamen haben. Lediglich im Bundestagswahlkampf werden die Linken in Bayern und anderen westdeutschen Bundesländern auf den Zusatz PDS verzichten.

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