Politik : Fischer als Vorbild für Verständigung geehrt Zentralrat lobt Einsatz in Nahost

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Münster (dpa). Außenminister Joschka Fischer ist in Münster für seinen Einsatz zur Verständigung zwischen Christen und Juden mit der BuberRosenzweig-Medaille ausgezeichnet worden. Fischer sei „ein wirkliches Vorbild“ für das Zusammenleben zwischen jüdischen und nichtjüdischen Deutschen, sagte der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, bei der Verleihung, mit der auch die „Woche der Brüderlichkeit“ eröffnet wurde. Fischer habe den Massenmord an den Juden als „persönliche Verpflichtung“ angenommen und zum „Leitmotiv seines politischen Handelns“ gemacht. Ein weiterer Grund für die Ehrung sei Fischers Engagement für eine friedliche Lösung im Nahen Osten und ein gewaltfreies Zusammenleben von Israelis und Palästinensern. Fischer habe in Israel eine Position erreicht wie „kein anderer europäischer Politiker“. Er sei der „Sisyphos des Nahen Ostens“. Fischer sagte, wenn Frieden dort Idealismus sei, „dann bekenne ich mich hier und jetzt dazu“. Der Preis wird seit 1968 vergeben.

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