Politik : Fischer legt sich mit Vertriebenen an

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(dpa). Im Streit über das geplante „Zentrum gegen Vertreibungen“ hat Außenminister Joschka Fischer (Grüne) den Bund der Vertriebenen (BdV) und dessen Präsidentin Erika Steinbach scharf attackiert. „Der BdV taugt nicht als Museumsdirektor“, sagte Fischer der Wochenzeitung „Die Zeit“. Fischer warf der CDUBundestagsabgeordneten Steinbach und dem BdV indirekt vor, die Deutschen in der gegenwärtigen Debatte über Vertreibungen ausschließlich als Opfer zu sehen. Der Verband ist der Initiator des Zentrums. Fischer wandte sich erneut dagegen, eine nationale Gedenkstätte in Berlin einzurichten. Mit einem solchen Symbol „relativiert man die historische Schuld“. Ähnlich hatte sich bereits Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) geäußert.

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