Fiskus : Die Steuereinnahmen sprudeln weiter

Die Steuereinnahmen im ersten Quartal 2008 sind stärker gestiegen als von den Finanzexperten erwartet. Das geht aus dem neuen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervor. Ganz so positiv soll es im zweiten Halbjahr jedoch nicht weiter gehen.

BerlinDas Steueraufkommen für das Gesamtjahr 2008 liegt deutlich über der Prognose der Steuerschätzer: Zwischen Januar und April kassierten Bund und Länder insgesamt rund 157,3 Milliarden Euro - ein Plus von fast sieben Prozent. Die Experten sagen ein Plus von 3,8 Prozent voraus. Im April stiegen die gesamten Steuereinnahmen nach Angaben des Ministeriums um 5,2 Prozent auf rund 38,5 Milliarden Euro. Der Bund steigerte seine Einnahmen um 3 Prozent auf 17,2 Milliarden Euro, die Länder um 5,3 Prozent auf 17,1 Milliarden Euro. Nach dem starken Wirtschaftswachstum im ersten Quartal von 1,5 Prozent erwartet das Finanzministerium im Jahresverlauf ein langsameres Tempo.

Stabiler Arbeitsmarkt lässt Lohnsteuer steigen

Die Lohnsteuer ist im April um 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 11,31 Milliarden Euro gestiegen. Damit haben sich die Lohnsteuereinnahmen noch stärker als in den ersten drei Monaten des Jahres erhöht. Im Januar lag das Plus hier bei 7,2 Prozent, im Februar bei 7,8 Prozent und im März bei 8,0 Prozent. "Impulse dafür lieferte in erster Linie der Arbeitsmarkt, der mit einer deutlichen Expansion der Beschäftigung von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung profitiert", heißt es im Monatsbericht.

Die Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen hingegen habe sich vor allem aufgrund rückläufiger Auslandsbestellungen deutlich abgeschwächt. Auch das Geschäftsklima habe sich abgekühlt. Erfreulich sei, dass sich der Konsum der privaten Haushalte zu Jahresbeginn etwas erholt habe, schreiben die Beamten in ihrem Monatsbericht. Die Tarifabschlüsse und der Job-Boom dürften zu Einkommensverbesserungen und damit zur Belebung des Konsums führen. (sgo/dpa/ddp)

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