''Fit statt fett'' : Gesund leben – Kampagne kann starten

Auf 50 Seiten listen Gesundheits- und Verbraucherministerium Ideen und Maßnahmen auf, um ernährungsbedingten Krankheiten entgegenzuwirken. Bis 2010 stellt der Bund dafür 30 Millionen Euro bereit.

Berlin - Eines wollte Horst Seehofer doch klarstellen. Den Slogan „Fit statt fett“ hätten er und seine Kabinettskollegin Ulla Schmidt nicht in die Welt gesetzt, betonte der Verbraucherminister. Inhaltlich aber bleibt alles bei ihren vor einem Jahr beschlossenen Eckpunkten. Unter dem unverfänglicheren Titel „In Form“ billigte das Kabinett nun ein bundesweites Aktivitäts- und Kampagnenprogramm für gesunde Ernährung und mehr Bewegung.

Auf 50 Seiten listen Gesundheits- und Verbraucherministerium Ideen und Maßnahmen auf, um ernährungsbedingten Krankheiten entgegenzuwirken. Bis 2010 stellt der Bund dafür 30 Millionen Euro bereit. Mit den im Plan vernetzten Aktionen von Ländern und Kommunen komme man allerdings auf einen dreistelligen Millionenbeitrag, sagte Seehofer.

„Gesunder Lebensstil ist lernbar“, betonte Gesundheitsministerin Schmidt. Heranwachsende müssten schon in Kindergarten und Schule gesundes Essverhalten und Freude an körperlicher Betätigung vermittelt bekommen. Auch in der Ausbildung von Alten- und Krankenpflegern müsse die Vermittlung entsprechenden Wissens eine Rolle spielen.

Grüne, Linke und Verbraucherverbände kritisierten den Aktionsplan als zu unverbindlich. Seehofer hingegen verteidigte das Verzicht auf Verbote. In Fragen des Lebensstils bräuchten die Bürger keine Bevormundung, sagte er, sondern mehr Aufklärung und Hilfestellung. raw

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