Fleischskandal : Bewährungsstrafe für Karl Heinz Berger

Im Prozess um den Passauer Wildfleischskandal bei Berger Wild ist der Ex-Geschäftsführer zu zwei Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung verteilt worden.

Landshut - Das Landgericht Landshut befand den Angeklagten des gewerbsmäßigen Betrugs für schuldig. Karl Heinz Berger habe zudem Lebensmittel mit nicht zugelassenen Zusatzstoffen in Verkehr gebracht und weitere Verstöße gegen das Lebensmittelrecht zu verantworten.

Das Gericht folgte mit seiner Entscheidung weitgehend dem Plädoyer der Verteidigung. Diese hatte eine Bewährungsstrafe gefordert und betont, dass im Prozess nicht bewiesen worden sei, dass der Angeklagte mit Gammelfleisch gehandelt habe.

Die Staatsanwaltschaft hatte Berger genau dies vorgeworfen. Sie beantragte deswegen eine Haftstrafe von drei Jahren für den früheren Chef des einstmals größten Wildzerlegebetriebs Europas. Im Zuge der Gammelfleisch-Vorwürfe war das Unternehmen in Konkurs gegangen. (tso/ddp)

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