Politik : Flüchtlingsdrama im Mittelmeer – mehr als 200 Tote

Genf/Tripolis - Bei einem Flüchtlingsdrama vor der Küste Libyens sind vermutlich mehr als 200 Menschen ertrunken. Die internationale Flüchtlingsorganisation IOM teilte am Dienstag in Genf unter Berufung auf diplomatische Kreise in Tripolis mit, mehrere hundert Menschen würden seit Anfang der Woche vermisst. Die Hilfsorganisation Pro Asyl sprach von der „größten Flüchtlingskatastrophe in der Geschichte der EU“. Die IOM in Tripolis erklärte, am Sonntag sei vor der Küste Libyens ein Boot mit 257 Menschen an Bord gekentert. Zuvor hatte IOM-Sprecher Jean-Philippe Chauzy in Genf gesagt, offenbar seien drei Boote bei schlechtem Wetter gekentert, ein viertes habe zurück zur Küste geschleppt werden können. Er sprach von 300 Vermissten. AFP

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben