• Flüchtlingsheim in Schwäbisch Gmünd: 300 Menschen bei Mahnwache nach mutmaßlicher Brandstiftung
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Flüchtlingsheim in Schwäbisch Gmünd : 300 Menschen bei Mahnwache nach mutmaßlicher Brandstiftung

Wieder ein Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim: In der Nacht wurde in einer noch nicht fertiggestellten Unterkunft in Schwäbisch Gmünd Feuer gelegt.

Die Feuerwehr am ersten Weihnachtsfeiertag vor der im Bau befindlichen Flüchtlingsunterkunft in Schwäbisch Gmünd.
Die Feuerwehr am ersten Weihnachtsfeiertag vor der im Bau befindlichen Flüchtlingsunterkunft in Schwäbisch Gmünd.Foto: SDMG/Friebe/dpa

Nach der mutmaßlichen Brandstiftung in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Schwäbisch Gmünd in Baden-Württemberg haben rund 300 Menschen ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit gesetzt. Sie versammelten sich am Abend spontan zu einer Mahnwache vor dem Gebäude, an dem in der Nacht zuvor das Feuer ausgebrochen war, wie ein Sprecher der Stadt mitteilte. Beteiligt waren auch Vertreter von Parteien, Kirchen und Vereinen.

In der noch nicht fertiggestellten Unterkunft hatte es in der Nacht zum Freitag gebrannt. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Feuer gelegt wurde, wie Polizei und Stadtverwaltung am Morgen mitteilten. Das Gebäude sollte im Frühjahr fertiggestellt werden und bis zu 120 Flüchtlinge beherbergen. Das Feuer habe nur geringen Schaden angerichtet.

Der Brand war nach ersten Erkenntnissen an einem offenen Kabelschacht vor dem Neubau ausgebrochen. Die Werksfeuerwehr einer Firma sei zufällig am Brandort vorbeigefahren und habe mit dem Löschen begonnen, sagte ein Sprecher der Stadt. Seit Beginn der Flüchtlingskrise werden bundesweit immer wieder Unterkünfte für Asylbewerber angezündet. (dpa)


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