Flüchtlingspolitik : Immer weniger Menschen beantragen Asyl

Der drastische Rückgang bei den Asylanträgen seit Beginn des Jahres setzt sich auch im November fort. Im Vergleich zum November des Vorjahres wurden rund 30 Prozent weniger Gesuche eingereicht.

Berlin - Die Zahl der Asylbewerber ist im November leicht gesunken. Wie das Bundesinnenministerium mitteilte, wurden im vergangenen Monat 1749 Asylanträge gestellt. Das waren fünf Prozent oder 93 Anträge weniger als im Oktober. Im Vergleich zum November 2005 ging die Zahl der Anträge um 715 oder 29 Prozent zurück.

In den ersten elf Monaten dieses Jahres beantragten 19.472 Personen Asyl in Deutschland. Das bedeutete einen Rückgang um 7296 Personen oder 27,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2005.

Hauptherkunftsländer waren im November sowie von Januar bis November der Irak, Serbien (bis Juli 2006: Serbien und Montenegro) und die Türkei. Als asylberechtigt anerkannt wurden im November 28 Personen (1,1 Prozent). 112 Personen erhielten Abschiebungsschutz. 61 Prozent der Anträge wurden abgelehnt. Der Rest wurde "anderweitig erledigt" - etwa durch Rücknahme des Antrags. (tso/ddp)

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