Politik : Flugschneisen kontrolliert

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Frankfurt (Main)/Washington. Die drei Flugschneisen rund um den Flughafen Frankfurt am Main werden nach der jüngsten Terrorwarnung verstärkt überwacht. Der Bundesnachrichtendienst hatte Ende Mai, wie berichtet, einen Hinweis an das Bundeskriminalamt gegeben, dass Raketenangriffe auf an- und abfliegende Passagiermaschinen möglich seien. Hessens Innenminister Volker Bouffier (CDU) sagte am Donnerstag, es seien „vorbeugend lageangepasste Maßnahmen“ ergriffen worden. Bei dem für den Rhein-Main-Flughafen zuständigen Grenzschutzamt hieß es, die Bewachung der zwei An- und Abflugschneisen in östlicher und westlicher Richtung und der südlichen Abflugschneise sei ausgedehnt worden. Unklar blieb, was auf dem Airport selbst passiert.

Nach Angaben der US-Sicherheitsbehörden hat ein in Sudan festgenommener Al-Qaida-Kämpfer gestanden, er habe eine Boden-Luft-Rakete auf eine amerikanische Militärmaschine abgeschossen. Der Terrorist soll die russische Rakete vom Typ SA 7 in Saudi-Arabien auf ein Transportflugzeug gefeuert haben. Das Geschoss habe aber die Maschine verfehlt. Im Mai hätten die saudischen Behörden nahe des Prinz-Sultan-Luftwaffenstützpunkts die zum Abschuss benötigten Utensilien gefunden. Das Material lag etwa dreieinhalb Kilometer von der Start- und Landebahn entfernt. In den USA wurde daraufhin die Bewachung der Flughäfen noch verstärkt. F. Jansen/F. Diederichs

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