Fördermittel : Schavan will mehr Geld in Atomforschung stecken

Reaktorsicherheit, Strahlenschutz und Endlagerung: Unter der Regierung aus CDU und SPD soll mehr Geld in die Kernforschung investiert werden - trotz des geplanten Atomausstiegs. So will es die Bundesforschungsministerin.

Schavan
Forschungsministerin Schavan. -Foto: dpa

BerlinBundesforschungsministerin Annette Schavan will ungeachtet der Vereinbarungen mit der Stromwirtschaft zum Atomausstieg mehr Geld in die Kernforschung investieren. Die stellvertretende CDU-Vorsitzende kündigte in der "Berliner Zeitung" an, die entsprechenden Fördermittel in den nächsten Jahren zu erhöhen. Auch die Ausbildung junger Nuklearwissenschaftler solle verbessert werden. "Wir dürfen uns keinen Kompetenzverlust in der Kernforschung leisten, solange um uns herum überall neue Kernkraftwerke gebaut werden", sagte die Ministerin.

Als Forschungsbereiche nannte Schavan die Reaktorsicherheit, den Strahlenschutz und die Endlagerung. Dafür stellte ihr Ministerium dieses Jahr erstmals wieder zehn Millionen Euro für Projektforschung zur Verfügung. 2009 soll die Summe auf 13 Millionen Euro steigen, 2010 dann auf 14 Millionen Euro. Während der letzten Jahre der rot-grünen Regierung gab es im Ministerium keine solche Förderung. Nach dem "Atomkonsens", auf den sich Rot-Grün und die Stromwirtschaft geeinigt hatten, soll das letzte deutsche Atomkraftwerk spätestens 2022 vom Netz. Die CDU tritt für eine längere Nutzung ein.

Daneben stellt Schavan der Helmholtz-Gemeinschaft zusätzlich gut 33 Millionen Euro im Jahr für die Sicherheits- und Endlagerforschung zur Verfügung. Die Wissenschaftsorganisation betreibt in Karlsruhe und Jülich zwei der insgesamt drei nuklearen Forschungszentren Deutschlands. (mpr/dpa)

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