Politik : Folgen des Terrors: Zehn Schiffe nach Somalia

Das deutsche Marine-Kontingent für den Anti-Terror-Einsatz wird voraussichtlich Anfang Januar von Wilhelmshaven aus aufbrechen. Bis zu zehn Schiffe mit etwa 1800 Bundeswehr-Soldaten an Bord sollen nach Angaben von Regierungs- und Oppositionspolitikern in Richtung der arabischen Halbinsel auslaufen. Voraussichtlich werde der Verband den Hafen von Dschibuti am Horn von Afrika ansteuern, hieß es aus Koalitionskreisen. Die Marine soll sich vor allem an der Sicherung von Seewegen in der Region um Somalia beteiligen. Die Erlaubnis zur Entsendung der Soldaten hatte der Bundestag Mitte November gegeben.

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Zwei US-Kampfhubschrauber vom Typ Black Hawk haben unterdessen nach Augenzeugenberichten ein Gebiet in der Nähe der somalischen Hauptstadt Mogadischu überflogen. Wie Augenzeugen berichteten, flogen die Hubschrauber über der Küste.

Das Bundesverteidigungsministerium wollte Berichte weder bestätigen noch dementieren, wonach sich deutsche Elitesoldaten bereits auf der arabischen Halbinsel, offenbar im Sultanat Oman, befinden.

Union erwägt Klage

Berlin (dpa). Die Union will notfalls juristisch verhindern, dass Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) wie geplant 73 neue Transport-Flugzeuge von Typ Airbus A400M für die Bundeswehr bestellt, ohne die Finanzierung sicher zu haben. Im Bundeshaushalt 2002 seien nur 10 Milliarden Mark für die Anschaffung von 40 Airbussen vorgesehen. Die Kosten für alle 73 Maschinen belaufen sich auf mindestens 16 Milliarden Mark. Finanzminister Eichel ließ erklären, Scharping müsse dann woanders sparen.

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