"Forsa"-Umfrage : Seehofers Stern sinkt

Die Geburt seiner außerehelichen Tochter hat Horst Seehofer offenbar keine Pluspunkte im Kampf um den CSU-Vorsitz eingebracht. In einer neuen Umfrage liegt nun Konkurrent Erwin Huber vorne.

Seehofer
Verantwortung zugesagt: Seehofer will sich kümmern. -Foto: dpa

MünchenCSU-Vize Horst Seehofer verliert offenbar in der eigenen Partei an Rückhalt. In einer Forsa-Umfrage für das Magazin "Stern" und die Münchner "Abendzeitung" nannten nur noch 35 Prozent der CSU-Anhänger Seehofer als ihren Favoriten für den CSU-Vorsitz, Wirtschaftsminister Erwin Huber sähen dagegen 47 Prozent gern an der Parteispitze. Noch im Februar hatte Seehofer mit 45 zu 41 Prozent vorn gelegen.

Die Berichte über die Liebesaffäre und das außereheliche Kind Seehofers haben der Umfrage zufolge dem Ruf des Ministers in Bayern geschadet. Mehr als die Hälfte der Menschen (53 Prozent) ist demnach der Ansicht, dass sein Ansehen deswegen in den vergangenen Monaten gesunken ist. Unter den CSU-Anhängern glauben dies 55 Prozent, bei den Anhängern der SPD sogar 64 Prozent. Forsa befragte zwischen dem 4. und 14. Juni 1001 Menschen in Bayern.

Seehofer selbst bekräftigte unterdessen, dass er sich um das Baby seiner Geliebten kümmern werde. "Ich übernehme - wie für meine anderen drei Kinder auch - die Verantwortung für die jüngste Tochter und werde dafür sorgen, dass es ihr gut geht", sagte der Minister der Illustrierten "Bunte". Er habe Mutter und Kind nach der Geburt besucht. Berichte, die Frau habe ihn nicht persönlich über die Geburt informiert, wies der 57-Jährige als "einfach ungeheuerlich und schlicht unwahr" zurück.

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben