Frankreich : Alliot-Marie sagt UMP-Präsidentschaftskandidatur ab

Frankreichs Verteidigungsministerin Michèle Alliot-Marie will nicht als Präsidentschaftskandidatin der konservativen Regierungspartei UMP antreten. Eine Bewerbung außerhalb der Partei schließt sie aber nicht aus.

Bordeaux/Paris - In der Regionalzeitung "Sud-Ouest" schloss die 60-jährige Alliot-Marie, eine langjährige Vertraute von Staatschef Jacques Chirac, aber ausdrücklich nicht aus, außerhalb der UMP als Kandidatin für das höchste Staatsamt anzutreten. Bewerber um die UMP-Kandidatur müssen sich bis Jahresende erklären. Die 300.000 UMP-Mitglieder dürften ihren Parteichef, Innenminister Nicolas Sarkozy, auf einem Parteitag am 14. Januar zum offiziellen Kandidaten küren. Er ist bislang einziger Anwärter innerhalb der Partei.

Während Sarkozy die mehrheitliche Unterstützung der UMP seit langem sicher ist, ist seine Präsidentschaftskandidatur innerhalb des Regierungslagers in Paris umstritten. Chirac schließt nicht aus, sich um ein drittes Mandat zu bewerben. Er will sich bis Ende März erklären. Alliot-Marie gilt ebenso als mögliche Anwärterin wie Regierungschef Dominique de Villepin. Der erste Durchgang der Präsidentschaftswahlen ist für den 22. April angesetzt, die Stichwahl der beiden Bestplatzierten für den 6. Mai. Im Juni wird auch die Nationalversammlung neu gewählt. (tso/AFP)

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