Politik : Frankreich erkennt Opposition an Westerwelle lädt syrische Rebellen ein

Berlin - Als erster westlicher Staat hat Frankreich das neue syrische Oppositionsbündnis offiziell anerkannt. Frankreich erkenne die „syrische nationale Koalition als einzigen Vertreter des syrischen Volkes und damit als künftige Übergangsregierung eines demokratischen Syriens“ an, sagte Staatschef François Hollande am Dienstagabend in Paris. Die USA erkannten den Zusammenschluss als „legitime Vertretung“ des syrischen Volkes an.

Die bisher zersplitterte syrische Opposition hatte am Wochenende in Katar eine „nationale Koalition“ gegen Syriens Präsidenten Baschar al Assad gebildet. Offiziell anerkannt wurde das Bündnis zunächst nur vom Golfkooperationsrat. Die Arabische Liga zeigte sich zurückhaltender und erklärte das Bündnis lediglich zum „legitimen Vertreter der Opposition“.

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hat den Chef des neuen syrischen Oppositionsbündnisses, Scheich Ahmed al Khatib, zum baldigen Besuch in Berlin eingeladen. Westerwelle kam nach Angaben seines Ministeriums am Dienstag am Rande eines Treffens der Außenminister von EU und Arabischer Liga in Ägyptens Hauptstadt Kairo mit dem islamischen Rechtsgelehrten zusammen. Dabei habe er al Khatib Unterstützung beim Aufbau einer „geeinten Plattform der Opposition“ und einer „glaubwürdigen Alternative“ zur Führung von Syriens Staatschef Baschar al Assad zugesichert. Al Khatib forderte eine stärkere Bewaffnung der Rebellen. „Wir benötigen Spezialwaffen“, sagte er, ohne konkret zu werden.

Im Nahen Osten wächst unterdessen die Angst, dass Nachbarländer Syriens in den Bürgerkrieg hineingezogen werden könnten: Israel nahm den zweiten Tag in Folge Ziele in Syrien unter Beschuss. AFP

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