Frankreich : Hunderte Autos brennen nach Sarkozys Sieg

Im Anschluss an Nicolas Sarkozys Wahlsieg haben in Frankreich rund 500 Autos gebrannt. Die Bilanz sei aber nicht schlimmer als in einer üblichen Neujahrsnacht, hieß es.

Paris - Nach der Wahl des Konservativen Nicolas Sarkozy zum neuen Staatschef hat sich der Unmut in Frankreichs Vorstädten in hunderten Brandstiftungen entladen. Nach AFP-Informationen aus mehreren Regionen wurden in der Nacht mindestens 500 Autos angesteckt, nachdem Sarkozy die Stichwahl der Präsidentschaft gegen die Sozialistin Ségolène Royal mit 53,06 Prozent der Stimmen gewonnen hatte. Das war deutlich mehr als von der Polizei zunächst vermeldet.

Die nationale Polizeiführung teilte mit, es habe keine "großen Krawalle" gegeben. Sie meldete landesweit 367 brennende Autos und 270 Festnahmen während der Wahlnacht. Damit habe die Zahl der Fahrzeugbrände geringfügig über der vom letzten Nationalfeiertag am 14. Juli 2006, aber unter der Bilanz einer üblichen Neujahrsnacht gelegen, hieß es.

Allein aus der ostfranzösischen Region Rhône-Alpes um Lyon wurden dann aber rund 200 brennende Fahrzeuge gemeldet, darunter Busse und Müllfahrzeuge. Im Départament Nord am Ärmelkanal gingen bis Montagfrüh 70 bis 100 Autos in Flammen auf. In Toulouse wurden zwei Schulen verwüstet und 50 Wagen angesteckt. Die Pariser Polizeipräfektur meldete 35 Autobrände. Die Zahl für die Hauptstadt-Region einschließlich der Pariser Vorstädte gab die Polizei-Führung mit 172 Fahrzeugbränden an. (tso/AFP)

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