Franz Müntefering entsetzt über SPD-Kampagne : "Mir standen die Haare zu Berge"

Als Peer Steinbrück zum Kanzlerkandidaten der SPD ernannt wurde, war weder die Kampagne bereit, noch standen die Mitarbeiter fest - und damit war die Kampagne zur Bundestagswahl misslungen, erklärt der frühere SPD-Vorsitzende Franz Müntefering.

Franz Müntefering ist entsetzt über den misslungenen Start der SPD-Kampagne zur Bundestagswahl 2013.
Franz Müntefering ist entsetzt über den misslungenen Start der SPD-Kampagne zur Bundestagswahl 2013.Foto: picture alliance/ dpa

Der frühere SPD-Vorsitzende Franz Müntefering hat sich entsetzt über Fehler im Wahlkampf seiner Partei gezeigt. „In dem Moment, in dem der Kandidat auftritt, muss die Kampagne stehen“, sagte Müntefering der Wochenzeitung „Die Zeit“ mit Blick auf Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Das sei bei der Kampagne 1998 so gewesen und bei allen anderen Wahlkämpfen auch. „Für Steinbrück gab es keine Kampagne, keine Bühne, keine Mitarbeiter, da gab es nichts“, sagte Müntefering. „Der Start war misslungen. Mir standen die Haare zu Berge“, sagte er.
Wenn intern klar gewesen sei, dass zwei von drei möglichen Kandidaten gar nicht antreten wollten, frage er sich, wie so etwas passieren könne. Müntefering bezog sich damit auf den Verzicht von Parteichef Sigmar Gabriel und des Bundestagsfraktionsvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier. Müntefering kandidiert nicht mehr für den Bundestag. (dpa)

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