Französische Präsidentschaftswahl : Weg frei für Nicolas Sarkozy

Nach dem innerparteilichen Verzicht von Verteidigungsministerin Alliot-Marie auf eine Kandidatur zur Präsidentenwahl 2007 hat Innenminister Sarkozy jetzt freie Bahn für eine eigene Kandidatur.

Paris - Nachdem Parteischwergewichte wie die Ex-Premierminister Alain Juppé und Jean-Pierre Raffarin sich hinter Sarkozy gestellt hatten, galt Alliot-Marie als dessen letzte interne Herausforderin. Sarkozy ist Vorsitzender der Regierungspartei UMP. Verteidigungsmininisterin Michèle Alliot-Marie schließt jedoch nicht aus, als Unabhängige anzutreten.

Die Vertraute des Präsidenten Jacques Chirac sagte in einem Interview mit der Zeitung "Sud Ouest", sie habe aber "große Lust", außerhalb der Partei zur Wahl anzutreten. In dem Fall könnte Alliot-Marie dem Innenminister bei der Wahl wertvolle Stimmen abnehmen. Sie werde sich dabei jedenfalls nicht um die logistische und finanzielle Unterstützung der Partei bemühen, sagte sie. Die Regierungspartei legt am 14. Januar fest, wen sie unterstützt.

UMP-Mitglieder können noch bis Silvester ihre Bewerbung zur Präsidentschaftskandidatur anmelden. Die Sozialisten haben bereits in einer Urwahl die derzeitige Präsidentin der Region Poitou-Charentes und frühere Ministerin Ségolène Royal als Kandidatin aufgestellt. (tso/dpa)

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