Politik : Französische Soldaten bringen US-Bürger in Sicherheit

Unruhen in der Elfenbeinküste: Missionsschule geräumt

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Nairobi/Abidjan (dpa). Unter dem Schutz einer französischen Militäreskorte haben am Mittwochabend an der Elfenbeinküste rund 160 amerikanische Bürger die umkämpfte Stadt Bouaké verlassen. Wie ein Militärsprecher in der 100 Kilometer entfernten Verwaltungshauptstadt Yamoussoukro sagte, sei die örtliche Missionsschule vollständig evakuiert worden.

Dort waren die Amerikaner, darunter viele Schulkinder, seit Ausbruch der blutigen Unruhen vor einer Woche eingeschlossen gewesen. Während Regierungstruppen ihren Kampf um die Stadt fortsetzten, trafen über das Nachbarland Ghana auch erste US-Soldaten zum Schutz ihrer Landsleute in Yamoussoukro ein.

In der Regierungsstadt Abidjan protestierten hunderte Menschen vor der französischen Botschaft gegen die dortige Anwesenheit des Oppositionspolitikers Alassane Ouattara, berichtete der britische Sender BBC. Nachdem Regierungssoldaten kurz nach Ausbruch des Aufruhrs am vergangenen Donnerstag seine Residenz gestürmt und niedergebrannt hatten, war Ouattara in die diplomatische Vertretung der ehemaligen Kolonialmacht geflüchtet. Ouattara erklärte, er sei der geplanten Hinrichtung durch Regierungssoldaten entkommen.

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