Politik : Franzosen und Deutsche im Stromstreit

Die französische Regierung hat die bereits jetzt überfällige Liberalisierung des Strommarktes auf das Jahr 2000 verschoben. Die Europäische Kommission erwägt deshalb eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof gegen Paris, um die Öffnung des nationalen Strommarktes voranzutreiben. Gleichzeitig erhöhte sich am Donnerstag die Wahrscheinlichkeit, dass das französische Strom-Unternehmen Electricite de France 25,1 Prozent der Anteile am Stuttgarter Unternehmen Energie Baden-Württemberg EnBW kauft. Der zweite Kaufinteressent, die Essener RWE AG, zog ihr Angebot überraschend zurück.

Das belgische Unternehmen Tractebel, das bereits in dieser Woche angekündigt hatte, die Stadt Leipzig mit Strom zu versorgen, will jetzt das unter wirtschaftlichen Druck geratene ostdeutsche Verbundunternehmen Veag von den deutschen Anteilseignern kaufen. Tractebel befindet sich ebenfalls in französischem Besitz.

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