Politik : Frau folgt auf Frau an Gerichtshof für Menschenrechte

Straßburg - Die Osteuropa-Expertin Angelika Nußberger wird Nachfolgerin der deutschen Richterin Renate Jaeger am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Die parlamentarische Versammlung in Straßburg sprach sich am Dienstag mit großer Mehrheit für die aus München stammende Juristin aus. Gegenkandidaten Nußbergers waren der Richter am Bundesgerichtshof Bertram Schmitt und der Europarats-Jurist Günter Schirmer. Die Bundesregierung hatte alle drei vorgeschlagen. Die 47-jährige Nußberger leitet das Institut für Ostrecht der Universität Köln und wird ihr neues Amt am 1. Januar 2011 für neun Jahre antreten. Die ehemalige Bundesverfassungsrichterin Jaeger scheidet aus Altersgründen zum Jahresende aus. Jedes der 47 Mitgliedsländer des Europarates entsendet einen Richter an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Die Osteuropa-Expertin Nußberger ist nach Ansicht von Beobachtern auch deshalb gewählt worden, weil sich die meisten Grundrechtsbeschwerden gegen Russland richten. Im Auftrag des Europarats erstellte sie mehrere Berichte, unter anderem zur Rechtskultur in Russland, dem russisch-georgischen Konflikt und den Minderheitsrechten in Osteuropa. dpa/AFP

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