Frau für Spitzenposten in Karlsruhe : Bettina Limperg neue Präsidentin des BGH?

Die Amtschefin im baden-württembergischen Justizministerium in Stuttgart, Bettina Limperg, hat gute Chancen, Präsidentin des Bundesgerichtshofs (BGH) zu werden.

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Bettina Lemperg.
Bettina Lemperg.Foto: Ralf Roletschek

Bettina Limperg, Amtschefin im baden-württembergischen Justizministerium in Stuttgart, hat gute Chancen, Präsidentin des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe zu werden. Dies wurde aus Justizkreisen bestätigt. Die Position ist vakant, seit Klaus Tolksdorf Ende Januar in den Ruhestand ging.

Auch die Spitze des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig ist verwaist. Deshalb arbeitet die große Koalition im Vorfeld der Bundesrichterwahl am 22. Mai an einer Paketlösung. In Leipzig soll angeblich der derzeitige Vize, Klaus Rennert, der als Kandidat der Union gilt, zum Zuge kommen. Damit wäre die SPD-nahe, aber parteilose Ministerialdirektorin der „heißeste Tipp“ für Karlsruhe, wie es heißt. Mit Limperg käme erstmals eine Frau an die Spitze des obersten deutschen Gerichts auf dem Gebiet der ordentlichen Gerichtsbarkeit.

Die 54-jährige Limperg, die Vizepräsidentin des Stuttgarter Landgerichts war, genießt einen exzellenten fachlichen Ruf. Zudem wird der gebürtigen Wuppertalerin eine hohe soziale Kompetenz bescheinigt.

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